Einfach mitmachen Es hat wahrscheinlich Spaß gemacht: Schöne, lustige Leute. Eine hawaiianische Kulisse.

Leider ist das Anschauen schmerzhaft.

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Jetzt, da er zu alt ist, um weiterhin den wütenden Mann zu spielen, sucht der 44-jährige Adam Sandler nach Projekten, die es ihm ermöglichen, seinen Shtick an erwachsenere Geschichten anzupassen.



Viel Glück damit.

In Just Go With It spielt er Danny Maccabee, einen plastischen Chirurgen aus Hollywood, der, obwohl unverheiratet, seit Jahren mit einem gefälschten Ehering in der Stadt unterwegs ist. Das, kombiniert mit einer schluchzenden Geschichte über eine missbräuchliche (und imaginäre Frau), bringt ihm alle One-Night-Stands, die er sich nur wünschen kann.

Doch als er sich in den 20-jährigen Palmer (It-Girl Brooklyn Decker) verliebt, gerät der gute Arzt in eine missliche Lage. Palmer möchte die Frau kennenlernen, Danny sagt, er wolle sich scheiden lassen.

Also überredet er seine Büroassistentin Katherine (Jennifer Aniston), sich als seine pflegebedürftige Ehefrau auszugeben. Und es dauerte nicht lange, bis sich die große Fib ausgebreitet hat, und Katherines zwei Kinder (Bailee Madison, Griffin Gluck) werden in die Tat hineingezogen, um sich als ihre Sprösslinge auszugeben.

Alles gipfelt in einer gemischten Familienreise nach Hawaii. Mit dabei ist Dannys infantiler Bruder (Nick Swardson), der mit einem falschen deutschen Akzent spricht.

Es ist ein spannungsgeladener Urlaub, in dem Danny und Katherine immer wieder Lügen über ihre nicht existierende Ehe erfinden müssen. In den richtigen Händen hätte es vielleicht das Zeug zu einer OK-Farce gehabt.

Aber Dennis Dugan – Sandlers Hauptregisseur für Größen wie Happy Gilmore, Big Daddy und zuletzt Grown Ups – hat nicht die richtigen Hände.

Alle Beteiligten mögen ein improvisiertes, entspanntes Gefühl haben, aber was wir bekommen, ist faules Filmemachen: unstrukturiert, ungeschickt, es fehlt an Vorwärtsdrang oder sogar Spannung innerhalb einzelner Szenen.

Nichts an Just Go With It funktioniert. Die Kinder sollen süß und frühreif sein, kommen aber nur als unausstehlich rüber. Dito für Swardsons irritierendes Geschwisterchen. Und was zum Teufel macht Nicole Kidman hier, die Katherines eklige College-Nemesis spielt? (Die Akademie wird einen Oscar nicht rückwirkend zurücknehmen, oder?)

Kot- und Schrittwitze (sogar einige Gags über Brustoperationen und schlechte Sicht) sind zufällig überall verstreut. Es ist, als ob Sandler merkte, dass nichts davon funktionierte und verzweifelt in seine alten Gewohnheiten zurückfiel.

Die offizielle Laufzeit des Films beträgt 116 Minuten. Aber nimm es von einem, der dabei war: Dieser Film geht ewig weiter.

„Einfach mitmachen“

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Bewertung: PG-13 (für häufige grobe und sexuelle Inhalte, teilweise Nacktheit und Sprache)
Darsteller: Adam Sandler, Jennifer Aniston, Brooklyn Decker und Nicole Kidman
Regie: Dennis Dugan
Laufzeit: 1 Stunde, 56 Minuten


Tipp Der Redaktion