No Strings Attached beginnt mit einer faszinierenden Prämisse: Ein Mann und ein Mädchen vereinbaren, Sex zu haben, wo und wann immer sie wollen, ohne dass all diese lästigen Emotionen im Weg stehen. Das bezeichnen die Kids heutzutage offenbar mit ihrer Rock’n’Roll-Musik und ihren Videospielen als Freunde mit Vorteilen.

Das Faszinierende daran ist, dass das Mädchen in der Gleichung, eine junge Ärztin, gespielt von Natalie Portman, diejenige ist, die dieses Arrangement vorschlägt, und der Typ, ein aufstrebender Fernsehautor, gespielt von Ashton Kutcher, ist derjenige, der die Regeln bricht und stürzt verliebt. Es ist eine Umkehrung der traditionellen Geschlechterrollen und ein Hinweis darauf, dass uns etwas Neues, Gewagtes und Anderes bevorsteht.

Außer, wir sind es nicht.



Diese romantische Komödie von Ivan Reitman – der erste Film, bei dem er Regie führte, seit dem nicht ganz so tollen My Super Ex-Girlfriend aus dem Jahr 2006 – tappt in alle üblichen Fallen. Natürlich muss man bei dieser Art von Film Hindernisse haben. Etwas muss die Charaktere auseinander halten, bevor sie ihre endgültige Versöhnung genießen können.

Aber die Angst vor Engagement, die Portmans Charakter plagt, ist ohne all die zusätzlichen Probleme, die sich auftürmen, eine Erfindung. Es wäre vorzuziehen gewesen, die Spannung auf natürliche Weise aus den Unsicherheiten der zuordenbaren, gut entwickelten Charaktere entwickeln zu lassen, aber sobald Kutchers weich und klebrig wird, tut es der Film auch.

Für eine Weile jedoch hat die sehr moderne Beziehung, die die Schriftstellerin Elizabeth Meriwether für uns darstellt, eine bissige, temperamentvolle Energie und eine ansprechende, unerwartete schlüpfrige Ader.

Portmans Emma und Kutchers Adam trafen sich zuerst als unbeholfene Jugendliche im Sommercamp, trafen sich dann 10 Jahre später auf einer Bruderschaftsparty wieder und einige Jahre später in Los Angeles wieder als attraktive Erwachsene, die beide aufgeschlossen sind. in ihre Karriere kommen.

Emma arbeitet 80 Stunden pro Woche als Hausarzt und kommt dann nach Hause zu witzigen Mitbewohnern, gespielt von Greta Gerwig, Mindy Kaling und Guy Branum, unter den gut besetzten Nebendarstellern. Adam arbeitet als Assistent in einer peppigen, Glee-artigen Serie, da er als Sohn eines legendären Schauspielers, der von Kevin Kline pompös gespielt wird, mit dem Fernsehen aufgewachsen ist. (Lake Bell ist als getriebener, aufgeregter Produzent in der Show tot, der heimlich von Adam geschlagen wird, aber zu sehr sozial Idiot ist, um nach ihren Gefühlen zu handeln.)

Aber Kline, der in einem von Reitmans klügsten und erfolgreichsten Filmen, Dave von 1993, als normaler Typ spielte, der vorgibt, der US-Präsident zu sein, hat hier nicht viel zu tun. Und das ist einer der größten Fehler des Films. Sein Charakter ist ein Klischee – ein alternder Frauenheld, der sich an seine Jugend klammert – und Popkultur-Referenzen, die sein Interesse an Burning Man und Lil Wayne beinhalten, fühlen sich unwohl und gezwungen.

Adams Vater stiehlt auch seine neueste Freundin, was Adam zunächst in einen betrunkenen Trubel bringt und ihn dazu inspiriert, Emmas unkomplizierten Plan zu bejahen. Textnachrichten erleichtern ihre Verabredungen; wie Adams Freunde betonen: Wo bist du? ist so viel mehr als nur eine Frage, die dazu dient, den Standort einer Person zu bestimmen.

Portman ist hier intelligent und selbstbewusst, da sie alle Schüsse angibt, und während Kutcher sich in seinem üblichen angenehmen Hündchen-Modus befindet – und von diesem Material nicht im geringsten herausgefordert zu sein scheint – bilden die beiden ein ausreichend sympathisches Duo. Nichts Spektakuläres, aber akzeptabel.

Die Anzeigen für No Strings Attached fordern uns auf, darüber nachzudenken, ob Freunde Sex haben und trotzdem nur Freunde bleiben können. Die Antwort ist nie wirklich zweifelhaft, aber No Strings Attached zwingt uns, sich durch all die üblichen Missverständnisse, verpassten Gelegenheiten und möglichen außerschulischen Kollegen zu kämpfen, bevor wir dort ankommen.

'Nein
Saiten
Befestigt'

**

Bewertung: R (für sexuelle Inhalte und Sprache)
Werfen:
Natalie
Portman, Ashton Kutcher, Kevin Kline und Lake Bell
Regie: Ivan Reitman
Laufzeit: 1 Stunde, 42 Minuten


Tipp Der Redaktion