Eine lächerlich übertriebene Hochzeit im Freien tief im Wald, eine tropische Flitterwochen mit Kopfteil-Hämmern für Bella und Edward und dann eine verdammt ekelhafte Geburt. Wie könnte es verfehlen?



Von den vier Twilight-Filmen hat Breaking Dawn – Teil I am meisten los und am meisten spricht dafür. Aber wie seine leistungsschwachen Vorgänger wird Dawn von Snoozer-Patches und einem so unregelmäßigen Tempo in den Schatten gestellt, dass man meinen könnte, dass ein Fahrschüler eingestiegen ist und das Lenkrad entführt hat.

Kolibri steckt in Garage fest

Trotzdem ist Dawn manchmal schrecklich unterhaltsam, wobei schrecklich das entscheidende Wort ist. Es macht auf Syfy Channel-Art Spaß: nicht trotz seiner Schlechtigkeit, sondern gerade deswegen. Und es gibt den Fans genau das, was sie wollen.





Die kitschigen Dialoge mit Ernsthaftigkeit, Taylor Lautners verstopfte Äußerungen mit zusammengebissenen Zähnen und das Kunstwerk der alten Dame, das in Bellas Schlafzimmer hing (Mädchen, lass die Tieraquarelle weg!) ultimativer Schwarm – Robert Pattinson.

Was Dawn zurückhält, ist die Ehrfurcht vor dem meistverkauften Quellenmaterial von Stephenie Meyer.



Während wütende sprechende Wölfe auf der Seite funktionieren könnten, sehen sie besser aus, wenn sie auf den Bildschirm gebracht werden. Nicht so hier. Die Spezialeffekte sind lahm und erreichen einen Punkt in der Handlung, an dem die Intensität entscheidend ist. Andere Szenen laufen immer weiter wie ein Telefongespräch mit der schlampigen Tante Sally, insbesondere ein Zwischenspiel auf einer Privatinsel in der Nähe von Rio de Janeiro, wo Bella und Edward (endlich!) ihre Beziehung vollenden.

Der Aufbau ihres Liebesspiels ist amüsant, wobei Bella (Kristen Stewart) sich nicht sicher ist, welche Art von Dessous – die rassige oder die traditionelle – sie für ihren Vampir Edward (Pattinson) tragen soll. Aber, uh-oh, eine Sonderlieferung könnte bald eintreffen, angedeutet mit der ungeöffneten, übergroßen Packung Tampons in Bellas Tasche Wir sehen die rigorose Sitzung des Duos nie in den Laken, nur das sanfte Zeug, aber wir bekommen Blitze seines PG-13-Fallouts, ein verbeultes Bett und blaue Flecken.



Schneller als du sagen kannst, müssen sie ihre Flitterwochen abbrechen und mit einer Schwangerschaft fertig werden, die Bella umbringen könnte.

Angesichts seiner Erfolgsbilanz scheint Regisseur Bill Condon (Gods and Monsters) ein seltsamer Angepasster zu sein, um die Zügel von Breaking Dawn, Teil I (Teil II erscheint im Herbst 2012) in die Hand zu nehmen. Aber er bringt ein gesteigertes Lagergefühl in die Serie. Er schreckt auch nicht vor dem Blut zurück, mit einer Geburtsszene, die ekelhaft, seltsam und völlig verdreht ist.



Für Fans gibt es viel zu mögen. Die lang ersehnte Hochzeit ist süß und albern, mit Anna Kendrick (50/50) stiehlt Anna Kendrick (50/50) nur allzu kurz die Show als die motormäulige Jess, die auf Braut und Bräutigam einen Toast fummelt und dann auf die Größe der Hochzeit kocht Kuchen.

Momente wie dieser erinnern uns daran, dass die Drehbuchautorin Melissa Rosenberg (TV’s Dexter) – die mit Meyer zusammenarbeitet – weiß, wie man den Witz ausgibt, auch wenn sie durch die verrückte Popularität einer Serie gelähmt ist. Beide kommen zu dem Projekt im vollen Bewusstsein, dass sie Proust nicht machen, und sie säumen ihr Drehbuch mit einigen Lachern – obwohl einige andere urkomisch unbeabsichtigt sind.



wo ist meine steuerrückerstattung 2021

Und obwohl Bella ein Schmerz im Hintern bleibt und mit dem muskulösen Wolfsjungen Jacob (Lautner – der nur einmal sein Hemd auszieht!) spielt, ist sie als Schauspielerin gewachsen. In Dawn bekommt sie die Chance, etwas Abenteuerlicheres zu tun, da ihr Ungeborenes sie immer mehr wie eine Meth-Süchtige aussehen lässt. Ihre Bella steht vor schwierigen Entscheidungen und sieht dafür umso schlimmer aus.

Als ohnmächtiger Edward schwelt und grübelt Pattinson weiter, was darauf hindeutet, dass unter dieser blassen Haut und diesen gemeißelten Wangenknochen noch mehr ungenutztes Talent brodelt. Das gleiche gilt nicht für Lautner, der eher schmollend posiert als agiert. Diesmal ist es grell.

Im Gegensatz zu anderen erfolgreichen Serien wie Harry Potter waren die Twilight-Filme nicht konsistent oder unbedingt gut. Dawn widersetzt sich dem Trend so schon mal leicht mit einer verkürzten Laufzeit und überzeugenderen Handlungsentwicklungen.

Mit all den Schachfiguren und der Geschichte, die einen höheren Gang einlegt, sollte Dawn Part II die Fehler der Vergangenheit korrigieren und dieses Megamonster-Phänomen zu einem befriedigenden Abschluss bringen.

Seite beäugte Chloe jetzt

Wie kann es das tun? Beschleunigen Sie das Tempo, um so straff wie Lautners 12er-Pack zu sein, und schneiden Sie die unnötigen Teile aus. Dann, und nur dann, wird die Serie mit einem Knall ausgehen, nicht mit einem Wolfswimmern.

‘Die Dämmerungssaga:
Morgendämmerung – Teil 1′

* * 1/2

Bewertung: PG-13 (für sexuelle Inhalte, verstörende Bilder und Themen für Erwachsene)
Darsteller: Robert Pattinson, Kristen Stewart, Taylor Lautner, Anna Kendrick und
Nikki Reed
Regie: Bill Condon
Laufzeit: 1 Stunde, 48 Minuten




Tipp Der Redaktion